Internationaler Promotionsstudiengang:
"Transnationalisierung und Regionalisierung vom 18. Jahrhundert bis zur
Gegenwart" am Zentrum fuer Hoehere Studien der Universitaet Leipzig

Der Promotionsstudiengang "Transnationalisierung und Regionalisierung vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart" ist fuer bis zu 40 Hochschulabsolventen aus dem In- und Ausland konzipiert. Er steht qualifizierten Interessenten aus den
beteiligten Fachrichtungen:

- Vergleichende europaeische Kulturgeschichte
- Kulturwissenschaften; Politikwissenschaften
- Juedische Geschichte
- Osteuropaeische Geschichte und Kulturstudien Ostmitteleuropas
- Frankreich-Studien
- Entwicklungslaenderforschung
- Geschichte Lateinamerikas
- Theologie

aber auch aus anderen mit dem Thema befassten Disziplinen offen. Die Lehrveranstaltungen, die im Laufe des dreijaehrigen Studiengangs angeboten werden, werden von den am Studiengang beteiligten Instituten der Universitaet
Leipzig bzw. ausseruniversitaeren Einrichtungen in Leipzig konzipiert. Im einzelnen sind dies:

- das Institut fuer Kulturwissenschaften
- das Institut fuer Politikwissenschaft
- das Institut fuer Soziologie
- das Institut fuer Romanistik
- das Institut fuer Slavistik
- das Institut fuer Allgemeine, Vergleichende und Schulpaedagogik und Paedagogische Psychologie
- die Projektgruppe "Small Enterprise Promotion and Training" (SEPTt) am Institut fuer Afrikanistik
- das Frankreich-Zentrum im Zentrum fuer Hoehere Studien
- das Geistes- und Sozialwissenschaftliche Zentrum im Zentrum fuer Hoehere Studien
- der Sonderforschungsbereich 417 "Regionenbezogene Identifikationsprozesse. Das Beispiel Sachsen"
- das Historische Seminar
- die Theologische Fakultaet
- das Geisteswissenschaftliche Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in Leipzig;
- das Simon Dubnow-Institut fuer juedische Geschichte und Kultur in Leipzig.

Der Studiengang ist interdisziplinaer und wird die Moeglichkeit bieten, unterschiedliche Wissenschaftskulturen kennenzulernen, u.a. durch Lehrveranstaltungen auslaendischer Lehrkraefte sowie durch
Forschungsaufenthalte an Partnerinstitutionen. Fuer die Doktoranden des Studienganges werden Arbeitsmoeglichkeiten nach Massgabe der verfuegbaren Ressourcen am Zentrum fuer Hoehere Studien bereitgestellt. Sie koennen
Erfahrungen in der Lehre und der Wissenschaftsorganisation sammeln und ihre Forschungsergebnisse innerhalb der Doktorandengruppe sowie in den Forschungsseminaren des Studienganges zur Diskussion stellen. Jeder Absolvent
des Studienganges erhaelt bei Nachweis des Besuchs von mindestens 6 Lehrveranstaltungen in 3 Jahren das Zertifikat des Zentrums fuer Hoehere Studien.

Das im Zentrum des Promotionsstudienganges stehende Forschungsproblem besitzt eine enorme Aktualitaet, da die vertrauten Muster der Territorialisierung heute mehr und mehr ihre Bindungskraft verlieren. Die verstaerkten
Diskussionen um die "Globalisierung" und die "kollektive Identitaet" zeigen an, dass ein Orientierungsbedarf besteht, der zugleich durch den Wunsch nach Anpassung und Stabilitaet in sich widerspruechlich ist. Vertraute Formen der
Identifikation mit dem Raum, wie sie vor allem durch die Erfolgsgeschichte des Nationalstaats gepraegt worden sind, werden zunehmend fragwuerdig. Das hat in verschiedenen Disziplinen zu einem Interesse am Raum, an raumbezogenen
Identifikationsprozessen und an den Konflikten zwischen transnationalisierenden und regionalisierenden Tendenzen des Ausbruchs aus dem Nationalen gefuehrt.

Der Studiengang wird in den Jahren 2001 bis 2003 von Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit einer Summe von bis zu DM 670.000 fuer Gastprofessuren, Koordinator- und Tutorstellen, Colloquien,
Auslandsaufenthalte der Promovierenden u. a. gefoerdert. Die Vergabe von DAAD-Stipendien mit einer Laufzeit von 10 bis 42 Monaten an auslaendische Promovierende ist moeglich.

Bewerbungsmodalitaeten

Die Bewerbung um die Aufnahme in den Studiengang zum Wintersemester 2001 soll bis zum 31. Juli 2001 erfolgen. In begruendeten Sonderfaellen kann eine Verlaengerung dieser Frist bis zum 15. September 2001 gewaehrt werden.

Die Bewerbungsunterlagen setzen sich zusammen aus:

- Formloser Antrag auf Einschreibung in den Promotionsstudiengang
- Konzeption des Dissertationsvorhabens (5-10 Seiten) sowie Zusammenfassung (max. 15 Zeilen)
- Lebenslauf
- Kopien der Zeugnisse ueber den erfolgreichen Hochschulabschluss
- Angaben zum Betreuer, Fachgebiet
- 2 Empfehlungsschreiben einschlaegig ausgewiesener Fachwissenschaftler bei bereits erfolgter Einschreibung in die Promotionsliste der Universitaet Leipzig einen Nachweis darueber.

Die Bewerbungsunterlagen sind beim Koordinator (Thomas Hoepel, Geistes- und Sozialwissenschaftliches Zentrum im ZHS, Am Bruehl 34-50, 3. Etage, 321 oder 315, Tel.: 0341-97 30286; email: hoepel@rz.uni-leipzig.de) des
Promotionsstudienganges einzureichen. Ueber die Aufnahme in den Promotionsstudiengang entscheidet das Direktorium des Zentrums fuer Hoehere Studien (ZHS) auf Vorschlag des Vorstandes des Promotionsstudienganges.
Dieser setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Prof. Dr. Stefan Troebst (Sprecher)
Prof. Dr. Klaus Bochmann
Prof. Dr. Dan Diner
Prof. Dr. Robert Kappel
Dr. Matthias Middell
Prof. Dr. Kurt Muehler
Prof. Dr. Hannes Siegrist
Prof. Dr. Dr. Guenther Wartenberg
Prof. Dr. Heinz-Werner Wollersheim