| Floods
in Europe
Damage to museums, history places, archives and libraries
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August,
14 - 16
August, 17 - 19
August, 20 - 23
August, 24 - 26
August, 27 - 29
August, 30 - September, 13
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-- August,
20
River
Elbe threatens priceless artefacts of Wittenberg
Frantic around-the-clock efforts are being made to prevent the powerful
flood waters of the Elbe sweeping into the historic Lutheran town of Wittenberg
and damaging priceless artefacts and monuments
(The Times)
TU
Dresden unter Wasser: Wo angehende Förster nach Büchern tauchen
Bei der Flutwelle ist die TU Dresden glimpflich davongekommen - jedenfalls
der zentrale Campus. An der ältesten Forstfakultät der Welt
dagegen zerstörten die Wasser- und Schlamm-Massen eine Bibliothek, Labors
und Geräte. Studenten gingen sogar auf Tauchstation, um alte Bücher
zu retten
(Der Spiegel)
Konzentrierte
Ruhe in Dessau: Eine Stadt in Erwartung des Hochwassers
Dessau erwartet die Flut mit gespannter Ruhe. Das Wasser nähert sich
der Stadt nicht mit Getöse und eruptiv, sondern leise und durchdringend.
Es herrscht ein fast ungläubiges Staunen, daß dieses so sanfte
Element solch verheerende Wirkungen haben könnte. Und man ahnt, daß
die Natur ihre Macht auf diese Weise am stärksten demonstriert
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Gegen
die Depression: Dresden zeigt seine Kunst
Nur um Haaresbreite sind die einzigartigen Kunstschätze der Staatlichen
Kunstsammlungen Dresden vor dem Jahrhunderthochwasser in Sachsen gerettet
worden. Die ungeheure Stabilität der Fundamente und Tonnengewölbe
des 1580 erbauten Albertinums habe das Schlimmste verhindert, sagt der
Generaldirektor der Kunstsammlungen, Martin Roth, in einer ersten Bestandsaufnahme
am Dienstag in Dresden. Ansonsten hätten die Gewölbe des Gebäudes,
in dem vier Sammlungen untergebracht sind, geflutet werden müssen.
Die Skulpturensammlung und die Galerie Neue Meister wurden dennoch durch
das Hochwasser schwer in Mitleidenschaft gezogen. Das Grüne Gewölbe
und das Münzkabinett blieben verschont. In einem
Interview des F.A.Z. Business-Radios schildert Roth Schäden und
nächste Schritte in seinen Museen
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Zum
Schatten seiner selbst
Auch Dresden-Hellerau vor einer ungewissen Zukunft. Nach der Flutkatastrophe
gilt die Aufmerksamkeit in Dresden den von den Wassermassen betroffenen Kulturdenkmälern
(Frankfurter Rundschau)
Hochwasser
I: Stiftung Denkmalschutz ruft zu Spenden auf
[...] Für die Wiederherstellung geschädigter Denkmäler
in den Hochwassergebieten hat die Stiftung ein eigenes Konto eingerichtet
(Konto-Nummer: 55 555 52, BLZ: 380 400 07, Commerzbank Bonn, Aktionsnummer
124 124, Stichwort: Hochwasserschaden)
(Frankfurter Rundschau)
Hochwasser
II: Dresden: Kunst gerettet, Bauwerke beschädigt
(Frankfurter Rundschau)
Klimaschock
für Kunstwerke
Tausende Gemälde des Dresdner Zwingers müssen vor Hitze und
Feuchtigkeit geschützt werden
(Süddeutsche Zeitung)
Flut-Schäden
Albertinum in Dresden wieder offen
(Süddeutsche Zeitung)
Dresden
im Meer
Das Schlimmste im Blick: Das Hochwasser traf die Kulturstätten
(Badische Zeitung)
Erste
Bilanz: Flut geht Dresdner Kulturstätten an die Substanz
Die Semperoper schließt voraussichtlich bis Ende des Jahres, die
Schäden an den Bühnen des Staatsschauspiels gehen in die Millionen. Die Schätze
der Staatlichen Kunstsammlungen wurden gerettet, doch wo sollen sie lagern?
Für das Elbtal gibt es noch keinen Überblick über die Schäden
an der kulturellen Substanz
(MDR online)
Weltkulturerbe:
Wird das Gartenreich Dessau-Wörlitz doch überschwemmt?
Mehrere Welterbestätten in Sachsen-Anhalt waren oder sind vom Jahrhundert-Hochwasser bedroht: das Gartenreich Dessau-Wörlitz, das
Bauhaus und die Lutherstätten in Wittenberg. Schloss und Park Luisium in
Dessau-Waldersee sind überschwemmt. Dem Wörlitzer Park blieb
dieses Schicksal bislang noch erspart. Entwarnung kommt vom Bauhaus und aus der
Wittenberger Altstadt.
(MDR online)
Sächsische
Museen - "Partner nach der Flut"
Vermutlich kaum Totalverluste. Etwa 20 sächsische Museen sind vom
Hochwasser geschädigt worden. Darüber informierte am Montag Thomas Schuler.
Er ist Direktor des Chemnitzer Schlossbergmuseums und Vorstandsmitglied des
Sächsischen Museumsbundes
(MDR online)
Weltkulturerbe
in Gefahr -UNESCO ruft zur Rettung von Kulturgütern auf
Generalsekretär Matsuura sagte Deutschland, Österreich und Tschechien
technische und finanzielle Unterstützung zu. Auch die internationale Gemeinschaft müsse jetzt helfen
(MDR online)
Semperoper
Im Keller schwimmt ein Cembalo
(Berliner Zeitung)
Dresdens
Kultur: Stadtmuseum und andere Einrichtungen hart von der Flut getroffen
Mehrere städtische Kultureinrichtungen sind schwer von der Flut geschädigt
worden. Betroffen sind vor allem das Stadt- und das Kraszewski-Museum.
Aber auch die Bibliothek Laubegast, Teile des ausgelagerten Stadtarchivs, das
Deutsche Hygiene-Museum, das Putjatinhaus in Kleinzschachwitz, die Alte Feuerwache in Loschwitz und das riesa efau in Friedrichstadt haben
erheblichen Schaden genommen
(Dresdner Neueste Nachrichten)
"Alte
Meister" demnächst in Paris?
Im Dresdner Albertinum werden Antik-Abgüsse gezeigt, die normalerweise
im Keller zu sehen sind. Reger Besuch herrscht bei der Wiedereröffnung
des Museums. Bei zunächst freiem Eintritt können sich Dresdner
und Gäste der Stadt hier ein Bild von der Rettungsaktion machen
(Kölner Stadt-Anzeiger)
Museen
in Dresden
Kunst soll bald wieder zu sehen sein. Direktor: Gebäude und Technik
sind stark beschädigt
(Mitteldeutsche Zeitung)
Touristen
fliehen vor Flut in Dresden
Die Wassermassen verschlangen das ganze klassische Touristenprogramm in Dresden: Semperoper, Zwinger, Albertinum, Gemäldegalerie
(Nordwest Zeitung)
Dresdner
Zwinger schwer beschädigt
Die durch das Hochwasser in der historischen Dresdner Altstadt angerichteten
Schäden sind offenbar größer als bislang angenommen. "Die
Bilanz ist verheerend", sagte der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen,
Martin Roth
(Der Kurier)
-- August,
21
Water
and Woe for the Czechs' Cultural Gems
His full white beard and flowing hair shining bright in the dim cellar,
Jaroslav Krejci lifted his arms like an Old Testament prophet as he surveyed
his sodden, mud-smeared, foul-smelling art studio
(New York Times)
Floodwaters
damage life's work of Czech sculptor
(Houston Chronicle)
Nation's
cultural losses mount in flood's wake
Museum, theater directors, librarians evaluate damage, try to reschedule
shows; Philharmonic concerts in doubt
(The Prague Post)
Cleaning
up
City gets to work after worst flooding in 150 years
(The Prague Post)
Tourists hindering
relief work in Prague, Jewish official says
Curious tourists are interfering with repair work at Jewish historical
sites damaged by recent floods, according to a Prague Jewish official.
Sylvie Wittmann, the co-founder of Prague’s liberal Jewish community,
told JTA that many tourists were trying to enter flood-damaged synagogues
and other Jewish sites to see the damage
(JTA - Global News Service of the Jewish People)
Budapest
sobrevive al Danubio
Las medidas de seguridad y el trabajo de 20.000 soldados salvan a la capital
húngara en su fiesta nacional
(El Mundo)
Fiumi
killer
Le acque della Moldava hanno invaso i quartieri storici di Praga, nelle
repubblica Ceca. Per 48 ore, gli unici mezzi per circolare nelle vie e
nelle piazze sono stati i canotti e le imbarcazioni dei vigili del fuoco
e dell’esercito
(L'Espresso)
Spendenaufruf
für feuchte Bilder
Das Hochwasser haben die Kunstwerke in den sächsischen Museen zwar
überstanden, jetzt drohen sie aber durch unsachgemäße
Lagerung Schaden zu nehmen. Spenden sollen helfen, die Situation in den
Museen schnell zu verbessern
(Der Spiegel)
Wasserfalle
Die erste Schadensbilanz der Dresdner Kunstsammlungen fällt zwiespältig
aus: Nahezu alle Kunstwerke konnten unbeschädigt gerettet werden, die
Infrastruktur der Museen aber hat großen Schaden genommen
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Erste
Schadensbilanz der Dresdner Sammlungen
Die Flutkatastrophe hat die technische Infrastruktur in den Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden teilweise komplett zerstört.
Bis wenige Ausnahmen sei alles Kunstgut unbeschadet gerettet worden, aber bei den
Gebäuden und der Technik sehe es anders aus, sagte Generaldirektor
Martin Roth in einer ersten Schadensbilanz. Die Höhe der Schäden könne
noch nicht beziffert werden. Als erstes Museum ist seit gestern das Albertinum wieder
offen
(Frankfurter Rundschau)
Verlage
wollen Buchhändlern helfen
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat die Buchverlage aufgerufen,
den vom Hochwasser geschädigten Buchhändlern ihre Bestände
kostenlos zu ersetzen. Bislang hätten sich schon dtv, Patmos, Taschen, Ravensburger,
Sauerländer, die Neue Darmstädter Verlagsanstalt und der Leipziger
Militzke Verlag einer entsprechenden Initiative des Verlegers Daniel Brücher
angeschlossen, berichtet die Zeitschrift Börsenblatt in ihrer neuen
Ausgabe
(Frankfurter Rundschau)
Anmut
und Leben
Die Moderne und ihre Natur- und Menschenkatastrophen
(Süddeutsche Zeitung)
Denkmalschützer
sollen in Flutgebieten helfen
Angesichts der Flutkatastrophe in Teilen Ostdeutschlands appelliert Nordrhein-Westfalens Kulturminister Michael Vesper (Grüne) an alle
Denkmalfachbehörden, ihre Experten den Kollegen in den Hochwassergebieten
zur Verfügung zu stellen
(Süddeutsche Zeitung)
Der
Nutzen der Katastrophen
Erinnerung an das Erdbeben von Lissabon: Damals verteidigte Jean-Jacques
Rousseau die Natur mit Hilfe der Zivilisationskritik - eine Wendung, die derzeit viele Politiker von den Elbdeichen verkünden
(TAZ)
Von
Stephen King bis zum Koran
Als der Amtsleiter der Stadtbibliothek, Reinhard Stridde, gestern mit
einem Lächeln die Schenkung von 300 Hörbüchern im Wert
von 5000 Euro durch Leipzigs Buchmesse quittierte, war er mit seinen Gedanken
zugleich in den Hochwassergebieten: "In Döbeln, Grimma und Eilenburg
sind die Bibliotheken regelrecht abgesoffen, die aufgequollenen Bücher
nicht mehr verwendbar"
(Leipziger Volkszeitung)
Flut
geht Dresdner Kulturstätten an die Substanz
Die Semperoper schließt voraussichtlich bis Ende des Jahres, die
Schäden an den Bühnen des Staatsschauspiels gehen in die Millionen.
Die Schätze der Staatlichen Kunstsammlungen wurden gerettet, doch
wo sollen sie lagern?
(MDR online)
Die
Schäden an der Kunst
(Berliner Zeitung)
Augusts
Weinkeller steht unter Wasser
Zahlreiche Weinkeller stünden teilweise noch immer unter Wasser.
Der Winzerbetrieb im Schloss Pillnitz - der ehemaligen Sommerresidenz August
des Starken - "ist weiterhin vom Hochwasser eingeschlossen", sagt
Höhne
(Berliner Zeitung)
Europa
hing unter der Decke
Sachsens Kulturstätten nach der Flut: Jetzt beginnt der Kampf der Denkmalpfleger um den Wiederaufbau - und gegen längst beschlossene
Sparmaßnahmen
(Der Tagesspiegel)
Die
Flut hat der Goldenen Stadt ihren Glanz genommen
In Teilen Prags sieht es aus wie nach einem Erdbeben - In Bayern kehrt
die Normalität zurück
(Stuttgarter Nachrichten)
Mit
Sandsack und Zuversicht - Der Kampf der Dessauer um «ihr»
Bauhaus
Kein Besucher setzt sich auf die Stahlrohrsitzreihen der zwanziger Jahre,
kein Architekturliebhaber blättert durch die historischen Zeichnungen
des Bauhaus-Direktors Walter Gropius, und kein Gast kehrt in das Museumsrestaurant
der Kunst- und Architekturschule ein. Das historische Gebäude und
die nahe liegenden Meisterhäuser der Künstlersiedlung des Neuen
Bauens in Dessau sind am Dienstagnachmittag so weit wie möglich gesichert
gegen das Hochwasser
(Oberhessische Presse)
Kirchen
schwer beschädigt
Vor allem die Gotteshäuser im Kamptal sind betroffen. Das Hochwasser
hat zahlreiche Kirchen in Niederösterreich teilweise massiv verwüstet.
Laut ersten Schätzungen des Diözesanbauamtes in St. Pölten
liegt die Schadenssumme voraussichtlich im zweistelligen Millionenbereich.
Genaue Zahlen werden jedoch erst in rund einem Monat vorliegen. Vor allem
statische Probleme werden erst im Lauf der Zeit sichtbar
(Der Standard)
-- August,
22
After
the flood come the germs
John of Nepomuk, the patron saint of Bohemia, is the holy man who is invoked
to provide protection against the dangers of floods; he stands proudly on
the parapets in prime position among other statues that form a guard of
honour for those who cross the 14th-century Charles Bridge in Prague. His
is the oldest statue on the bridge
(The Times)
Trésors
d'Europe centrale les pieds dans l'eau
Edifices historiques endommagés, tableaux mouillés, musées
fermés : en Allemagne et en République tchèque, le
patrimoine artistique a lui aussi été durement touché
par les crues de l'Elbe et de la Vltava. Une catastrophe pour des villes
dont la culture est un des atouts touristiques majeurs
(Le Monde)
A
Prague, les dégâts dans la Vieille-Ville et l'ancien ghetto
juif
(Le Monde)
Matthias
Rössler, ministre des sciences et de l'art de Saxe : "Un drame
majeur pour Dresde"
(Le Monde)
Die
Schönheit des Kuddelmuddels
Nach der Flut blickt man in den Dresdener Kultureinrichtungen entschlossen
nach vorn: Während in den Kellern noch die braune Brühe schwappt,
haben die ersten Museen schon wieder geöffnet
(Die Zeit)
Besucht
Dresden!
Christoph Münch (38) ist Sprecher der Dresden-Werbung und Tourismus
GmbH. Er hofft, dass bald wieder Gäste in der Stadt sind
(Die Zeit)
Notquartier
der Alten Meister: Die der Flut entronnenen Dresdner Sammlungen
Die Antikenhalle des Dresdner Albertinums zeigt die aus den Depots evakuierten Plastiken und Gipsabgüsse bis zum Sonntag bei freiem
Eintritt
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Feuchtigkeit,
Temperaturen, Tiefkühlung
Neue Gefahr: Die vor der Hochwasserkatastrophe geretteten Kunstwerke seien
in den oberen Stockwerken nicht vor Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen
geschützt, sagte Mechthild Kronenberg vom Deutschen Museumsbund in
Berlin
(Frankfurter Rundschau)
Das
Grundwasser steigt
Kulturgüterrettung: Allein der Schaden in Dessau-Wörlitz beträgt
etwa zehn Millionen Euro
(Süddeutsche Zeitung)
Die
Rettung des Rubens
Wenn eine mythologische Meeresszene von einem Ertrinkenden vor dem Ertrinken
gerettet werden muss: In Sachsen fangen jetzt die Aufräumarbeit und
die Schadenbesichtigung in Sachen Kunst an
(TAZ)
Helfen
ohne Kompetenzstreit Spendenaufruf für die von der Flut geschädigten
Kultureinrichtungen
Neue Bürokratien zur Verteilung der Gelder sollen nicht aufgebaut
werden. Auch die Bundeskulturstiftung, in den vergangenen Tagen mehrfach als
"kultureller Krisenstab" ins Spiel gebracht, beansprucht keinerlei
Zusatzkompetenzen
(Der Tagesspiegel)
Zwischen
Grün und Grau
Dresden I: "Dschungelbilder" von Thomas Struth im Albertinum
Die "Dschungelbilder" des Düsseldorfer Fotografen Thomas
Struth, die die Fluten im Dresdner Albertinum unbeschadet überstanden haben, würden
"ein neues Natur- und Weltverständnis" ermöglichen, meinte die
Ausstellungsleitung, als die Schau eröffnet wurde. Doch im Spiegel
der jüngsten Naturereignisse klingt ein solches Versprechen an das Publikum
hohl wie eine Werbemaßnahme - oder verlangt nach tagelanger Meditation
in situ, um dem angekündigten Verständnis teilhaftig zu werden
(Der Tagesspiegel)
Dresdens
Kultur: Stadtmuseum und andere Einrichtungen hart von der Flut getroffen
Mehrere städtische Kultureinrichtungen sind schwer von der Flut geschädigt
worden. Betroffen sind vor allem das Stadt- und das Kraszewski-Museum.
Aber auch die Bibliothek Laubegast, Teile des ausgelagerten Stadtarchivs,
das Deutsche Hygiene-Museum, das Putjatinhaus in Kleinzschachwitz, die
Alte Feuerwache in Loschwitz und das riesa efau in Friedrichstadt haben
erheblichen Schaden genommen. Zwar seien im Wesentlichen dabei keine Museumsbestände
verloren gegangen, aber die Gebäudesubstanz zum Teil durch die Fluten
schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, zog Dresdens Kulturbürgermeister
Lutz Vogel gestern eine erste Schadensbilanz für die Einrichtungen
in städtischer Hand
(Dresdner Neueste Nachrichten)
Hochwasserschäden
in Theatern und Kinos der Region
Das Hochwasser im Dresdner Raum hat auch Theater, Kinos, Konzertsäle
und Kulturhäuser nicht verschont. Besonders betroffen sind im Umfeld
der Landeshauptstadt die
Kultureinrichtungen in Meißen, Pirna, Döbeln und Freital. Nicht
betroffen sind dagegen das Kulturschloss und die Filmgalerie in Großenhain
sowie das Kino- und Veranstaltungsprogramm im Kulturhaus Großröhrsdorf.
Auch der Kinobetrieb in Arnsdorf, Bischofswerda und Neustadt läuft
ohne Probleme
(Dresdner Neueste Nachrichten)
Und
keine Fernbedienung zum Wegzappen ...
Titanic - Traumreise in die Katastrophe. Das Plakat der Sonderausstellung
hängt noch immer am Verkehrsmuseum. Jetzt, nachdem in Dresden ein
Trip in die Katastrophe zu Ende geht, den man für einen Traum halten
möchte
(Dresdner Neueste Nachrichten)
Nach
der Flut folgt der Wettlauf mit dem Schimmel
Die Mulde hat an den Häusern eine feine Linie hinterlassen, die Glück
und Unglück definiert. Unterm Strich ist Katastrophe. Mehrere Meter
hoch, über der unteren Fensterreihe, verläuft er am Grimmaer
Kreismuseum. Vor einem Jahr feierte man hier 100-Jähriges, jetzt
sind die Ausstellungsräume im Erdgeschoss nur noch Boden, Wand, Decke
(Leipziger Volkszeitung)
Kulturverbände
bitten eindringlich um Spenden
Der Deutsche Kulturrat fordert einen Krisenstab, der national agiert.
Die Kulturstiftungen und Verbände reagieren mit Soforthilfen. Doch
angesichts des Ausmaßes der Hochwasserschäden setzen sie auf
viele private Spenden. Die Stiftung Denkmalsschutz, die sich um die stark
getroffene Bausubstanz kümmern wird, steht vor einem neuen Aufbauwerk
Ost
(MDR online)
Deutscher
Denkmaltag soll Benefiztag werden
Der Deutsche Kulturrat in Berlin hat sich einem Vorschlag des nordrhein-westfälischen Kulturministers Michael Vesper angeschlossen
(Berliner Zeitung)
Hochwasser:
Große Schäden in Wörlitz
Das Hochwasser von Elbe und Mulde hat, wie berichtet, auch das Gartenreich
Dessau-Wörlitz nicht verschont. Während Schloss und Park Luisium
durch einen Dammbruch von den Wassermassen direkt betroffen sind, geht
die Gefahr in den Wörlitzer Anlagen vor allem vom steigenden Grundwasser
aus. Dank der Sicherungsmaßnahmen kann das Museum Schloss und Park
Mosigkau dennoch bereits heute wieder geöffnet werden; das teilte
die Kulturstiftung Dessau Wörlitz mit
(Berliner Zeitung)
Kulturrat
fordert Krisenstab zur Rettung von beschädigter Kunst
Der Deutsche Kulturrat hat einen Krisenstab zur Rettung der durch die
Flutkatastrophe beschädigten Kulturgüter gefordert. Diese Rolle
sollte die Kulturstiftung des Bundes in Halle übernehmen, sagte der
Geschäftsführer des Kulturrats, Olaf Zimmerman, in Berlin
(Frankenpost)
Nasse
Bücher in die Tiefkühltruhe
Die neue Stadtbibliothek Pirna galt seit ihrer Eröffnung vor gut
drei Jahren als eine der schönsten ihrer Art in Sachsen. 60.000 Medien
standen den Nutzern zur Verfügung. Dann kam die Flut und vernichtete
mit einem Schlag nicht nur den liebevoll restaurierten gotischen Saal,
sondern auch Bücher, CDs, DVDs und Computer
(Rheinische Zeitung)
Oberösterreichische
Schadensbilanz
In Steyr allein 146 denkmalgeschützte Objekte
(Der Standard)
Dresden:
Katastrophe in den Katakomben
[...] In den Grüften sind die Särge der sächsischen Könige
aus dem Haus der Wettiner vom Wasser weggerissen worden. Zwei der letzten Ruhestätten
haben dem Druck nicht standgehalten und starren offen in die Dunkelheit. Die
Gebeine der Toten lagern derzeit in Holzsärgen. Eine despektierliche
Lage. Bei den Verantwortlichen herrscht durchaus etwas Hektik, immerhin ist
es das berühmte Grab eines alten Adelsgeschlechtes. Ein Bestattungsunternehmen
soll dem unhaltbaren Zustand ein rasches Ende bereiten, heißt es
(Der Kurier)
-- August,
23
Germany's
Culture Hub a City of Trash After Flood
Dresden, Germany's great cultural capital, has become a city of trash
(New York Times)
All
of Prague mourns damage to historic Jewish Quarter
It is said in Holocaust liturgies that every person has a name. It may
no longer be true in Prague after the flood. The waters rose 15 meters
inside the 16th century Pinkas synagogue, threatening to destroy its walls
on which the thousands of names of Prague's Jews killed in the Holocaust
are inscribed in cramped handwriting
(Ha'aretz Daily)
Ancient
synagogue hit by flooding
Czech President Vaclav Havel has vowed to help Prague’s Jews recover from
the worst floods to hit the country in more than a century, after touring
several historical sites damaged in the disaster
(Jewish Chronicle)
Czechs
Freeze Flooded Documents
Just past a room stocked with spinach and peas, music scores written by
Wolfgang Amadeus Mozart lie frozen in a factory that until last week concerned
itself with nothing but packaging vegetables. "And there's the Prague
Bible," manager Vladimir Blaha said, pointing to another shelf in
a frigid room stacked with bundles of papers wrapped tightly in plastic.
The 1488 edition of the Bible is the first ever printed in the Czech language
and is one of just 12 surviving copies
(World News)
Czechs
turn to vegetable freezers to save treasures
(Boston Globe)
Kultusminister
Rößler kritisiert Rettungsabläufe
Matthias Rößler, Minister für Wissenschaft und Kultur
in Sachsen, findet im Gespräch mit dieser Zeitung harte Worte der
Kritik für die Zusammenarbeit
mit den Kommunen, namentlich Dresden, bei der Rettung der durch die Flut
bedrohten Kunstschätze
(FAZ)
Engel
des Schlamms
Wie wurde die Kunststadt Florenz mit der Flutkatastrophe 1966 fertig?
Ein
Rückblick
(Frankfurter Rundschau)
Zeit
für einen Neuanfang
Naturkatastrophen haben auch eine verheißungsvolle Seite: Sie wirken
gemeinschaftsstiftend. Das verbindet die aktuellen Überschwemmungen
etwa mit der großen Hamburger Flut aus dem 1962
(TAZ)
Nach
der Flut II: Der Rhein meldet sich
Klar, es hat etwas Vorlautes, wenn just zum großen "Kunst-Unter"
an Elbe und Mulde nun auch Düsseldorf am Rhein einen musealen Wasserschaden
meldet; bei einem Rohrbruch in den Depots des Museums Kunst Palast wurden
mehr als 100 Werke eingeweicht, darunter Arbeiten von Günter Uecker
und dem Beuys-Schüler Blinky Palermo
(Die Welt)
Die
Mühen der Ebbe
Aufräumen im Muldetal: Für den Umgang mit Denkmälern gibt
es keine Patentrezepte
(Der Tagesspiegel)
Hab
und Flut
Wasser ist unser Lebensstoff. Eine elementare Gabe - und zugleich eine
ungeheure Bedrohung. Zum Kollaps der Kultur in der Katastrophe
(Der Tagesspiegel)
100
Millionen für beschädigte Kulturstätten
Beschädigte Kulturstätten sollen aus dem Hochwasser-Sonderfonds
100 Millionen Euro erhalten. Das ist ein Prozent der Gesamtsumme des 10-Milliarden-Fonds.
Wie das Bundespresseamt mitteilte, stimmte die Bundesregierung einem entsprechenden
Vorschlag von Kulturstaatsminister Nida-Rümelin (SPD) zu. Vor allem
Sachsen und Sachsen-Anhalt sollten davon profitieren. Die Unterstützung
werde vom Kulturstaatsminister mit den Landesregierungen abgestimmt und
vereinbart
(MDR online)
Retten
oder ruinieren?
Die Landeskonservatoren von Sachsen und Sachsen-Anhalt bieten Hilfe: Architekten
und Restauratoren nehmen kostenlos die Schäden auf. Nur so sind viele
Denkmale zu retten. Voller Stolz berichtet die Kirchgemeinde, dass sie
sich ein Hochleistungs-Heißluft-Gebläse besorgt hat, um ihr
Kirchenschiff wieder trockenzulegen. Den Denkmalschützer, der davon
hört, ergreift das blanke Entsetzen: Die heiße Luft droht den
vom Wasser verschonten Schnitzaltar zu zerstören. - Kein erfundenes
Beispiel aus diesen Tagen nach der Flut
(MDR online)
Wörlitzer
Park derzeit nicht mehr von den Fluten bedroht
Der Wörlitzer Park ist vorerst außer Gefahr. Doch schon jetzt
belaufen sich die Schäden auf zehn Millionen Euro
(MDR online)
Rößler
kritisiert Krisenmanagement in Dresden
Der Stadt Dresden wird vorgeworfen, den Zwinger und die Semperoper im
Stich gelassen zu haben. Die Stadt verweist auf die angespannte Situation
in der betreffenden Nacht
(MDR online)
Wenn
die Katastrophe Kurator ist
"Irgendwie isst man gegen die Müdigkeit." Martin Roth beißt
in eine Krakauer. Anschließend wird sich der Generaldirektor der
Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden noch mit einer Streuselschnecke
und einem Croissant wach halten. "Ausgewogene Ernährung sieht
anders aus, aber in der Umgebung hat sonst kein Geschäft offen",
erklärt der 47-Jährige. Eben hat er dem japanischen Fernsehen
ein Interview gegeben, im Minutentakt quengelt das Handy, und zum Dessert
bringt die Sekretärin Nachrichten
(Leizpziger Volkszeitung)
Viele
Museen der Dresdner Kunstsammlungen werden wieder göffnet
"Das Kunstgewerbemuseum im Schloss Pillnitz wird im nächsten
halben Jahr nichts", sagte Generaldirektor Martin Roth
(Dresdner Neueste Nachrichten)
Kopf
an Kopf stehen die Skulpturen
Noch während vor der Tür Aufräumarbeiten liefen und das
THW Wasser aus dem Keller pumpte, öffnete das Albertinum bereits
seine Tore wieder. Die Dresdner und ihre Gäste sind seitdem eingeladen,
Teile der Sammlungen in dem Zustand zu sehen, in den diese durch die katastrophale
Flut geraten sind
(Dresdner Neueste Nachrichten)
"Da
zählt jede Minute": BZ-Interview mit Manfred Anders vom Leipziger
Zentrum für Bestandserhaltung
Die Pegelstände an Elbe und Mulde sinken, der Arbeitsaufwand der
Helfer, die beschädigtes Kulturgut aus Wasser und Schlamm bergen,
steigt. Über 250 000 Bücher sind der Flut zum Opfer gefallen,
schätzt der Deutsche Bibliotheksverband. Zu retten, was zu retten
ist, ist nun Aufgabe des Leipziger Zentrums für Bestandserhaltung,
das seit seiner Gründung 1998 weltweit zu einer der ersten Adressen
für die Konservierung alter Dokumente geworden ist. Jan Totzek sprach
mit Geschäftsführer Manfred Anders
(Badische Zeitung)
Das
Herz schlägt nicht
Die Technik der Semperoper wurde durch die Flut zerstört
(Badische Zeitung)
Dresden:
Weitere Museen öffnen
Bei manchen werden die Flutschäden allerdings noch lange nachwirken.
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden öffnen nach der Flutkatastrophe
am kommenden Dienstag (27. August) mit der Rüstkammer und dem Mathematisch-Physikalischen
Salon im Zwinger zwei weitere Museen. "Das Kunstgewerbemuseum im
Schloss Pillnitz wird im nächsten halben Jahr nichts", sagte
Generaldirektor Martin Roth. Das Albertinum hatte bereits eine Woche nach
Beginn des Hochwassers die Türen wieder aufgemacht
(Der Standard)
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