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"In Bewegung setzen..." - Konferenz zur deutschsprachigen Animationsforschung
| Location: | Germany |
| Call for Papers Date: | 2012-06-30 (Archive) |
| Date Submitted: |
2012-05-22 |
| Announcement ID: |
194706 |
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In Bewegung setzen ...
Konferenz zur deutschsprachigen Animationsforschung
Universität Hamburg, 15.-17. November 2012
Animation bewegt Bilder - aus statischen Einzelteilen wird ein fluides Ganzes. Animation bewegt das Gemüt - sie provoziert, fasziniert und berührt. Animation bewegt die Kunst - als ausdrucksstarkes Mittel avantgardistischer und experimenteller Praxis. Animation bewegt die Industrie - und das nicht nur in Hollywood.
Animation bewegt auch die Forschung - sie stellt traditionelle Disziplinen und Theorien des (Audio-)Visuellen vor neue Herausforderungen. Die Konferenz "In Bewegung setzen ..." widmet sich dieser Aufgabe und versteht sich als Impuls für die Vernetzung der deutschsprachigen Animationsforschung.
Veranstaltet von Medien-, Film- und KulturwissenschaftlerInnen wendet sich die Konferenz dezidiert auch an weitere Disziplinen, für die eine theoretische, kritische oder historische Animationsforschung von Bedeutung ist, darunter die Kunstgeschichte, die Game Studies und die Informatik.
Nur ein interdisziplinärer Austausch ermöglicht eine umfassende Annäherung an das komplexe Forschungsfeld der Animation, das vorfilmische Apparaturen der Belle Époque in derselben Weise umfasst wie Computerspiele und Smartphone-Grafiken, visuelle Musik genauso wie Werbeclips, fiktionale Kurz- und Langfilme gleichermaßen wie faktuale Dokumentationen, formale Experimente künstlerischer Avantgarden ebenso wie die Special Effects des Blockbuster-Kinos.
Wir freuen uns auf Vorträge, die dieses weite Forschungsfeld mit unterschiedlichen Theorien und Methoden vermessen.
Mögliche Themenbereiche könnten folgendermaßen lauten:
* Animation und Theorie: Genre-, Gattungs-, Medien-, Film-, Bild- und/oder Bewegungstheorien der Animation; Reflexion und Modifikation vorliegender theoretischer Paradigmen hinsichtlich des Animationsfilms; Entwurf innovativer oder interdisziplinärer Zugänge; was kann und sollte eine Animations(film)theorie leisten?
* Animationsforschung als Wissenschaftsdisziplin
* Animation, Wahrnehmung und Kognition: Rezeptions-, Wahrnehmungs- und Emotionsforschung; kognitivistische Ansätze; Fragen der Synästhesie
* Animation und Narration: Analyse animationsspezifischer und/oder filmtypischer narrativer Phänomene im Animationsfilm (zyklisches/fragmentarisches Erzählen, Filme ohne Schnitte, Mindscreen, Metalepsen); Dramaturgien des Animationsfilms
* Animationstechniken und -ästhetiken: vom experimentellen Direct Film über das Revival des Puppentricks bis zu neuesten Techniken der Computeranimation und unterschiedlichsten Mischtechniken
* Animation und Sound: Cartoon-spezifische Soundtraditionen; Musik im Animationsfilm; Animation und Tanznotation; Produktion animierter Töne
* Animation und Dokumentation: Realismus und Dokumentarismus im Animationsfilm; Animation im "arabischen Frühling"; animierte Filmbiografien
* Animation und andere Künste: Malerei; Architektur; Tanz; Varieté; Theater
* Animation und Wissensvermittlung: Funktionspotenziale von Animation im Lehr- und Gebrauchsfilm, in der Medizin, im E-Learning; Fragen der Emulation, Simulation und Visualisierung; Augmented Reality
* Animation und Realfilm: narrative/dramaturgische/stilistische Potenziale visueller Effekte; narrative Funktionalisierung animierter Sequenzen im Realfilm; der (digitale) Realfilm als Subform des Animationsfilms?
* Animation als künstlerische Performanz: performative Aufführungspraktiken; Avantgarde- und Experimentalfilm; Animation als écriture automatique oder automatisme visuel; AutorInnen des Animationsfilms
* Animation und Grafik: Comics und Comicadaptionen; Motion Graphics; Storyboards
* Animation und Netzkultur: Flashlight Animation; Brickfilme; Machinima; GIFs
* Animationsmärkte: Film-, Fernseh- und Spielindustrie; Computersimulation
* Animation und die globale Medienkultur: kulturspezifische Animationstraditionen; nationale Kinematografien; transkulturelle Aspekte
* Animation und Gesellschaft: Konsequenzen der Allgegenwart animierter Bilder; Animation und Zensur; Animation und Propaganda
Die Konferenz lädt ein, diese und weitere relevante Felder der Animationsforschung fächerübergreifend zu diskutieren.
Keynote: Prof. Dr. Suzanne Buchan, Professorin für Animation Aesthetics und Direktorin des Animation Research Centre des University College for Creative Arts, Farnham/UK.
Abstracts (ca. 200 Wörter) für Vorträge von 20 Minuten mit Kurzbiografien können bis zum 30.06.2012 bei animation2012@uni-hamburg.de eingereicht werden.
Institutionen und Organisationen, die sich auf das Erforschen, Sammeln und Aufführen von Animation spezialisiert haben, möchten wir die Möglichkeit bieten, ihre Arbeit in einem gesonderten Forum vorzustellen und sich über Kooperationen auszutauschen. Wir laden diese daher ein, sich mit einer kurzen Skizze ihres Tätigkeitsfeldes unter Angabe eines Ansprechpartners ebenfalls bis zum 30.06.12 zu melden. Das Format wird vor Konferenzbeginn mit den Beteiligten vereinbart.
Studierende, die sich im Rahmen von Lehrveranstaltungen oder wissenschaftlichen Abschlussarbeiten mit Fragen der Animationsforschung befassen, sind ausdrücklich auch zur Einreichung aufgefordert. Zur Präsentation und Diskussion der studentischen Projekte ist eine Special Session geplant.
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