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3rd Workshop of the Young Scholars Network “Black Diaspora and Germany”
Changing Concepts in the Constructions of Race: 'Critical Whiteness Studies' and Race in the Circum-Atlantic World
Organized by: Felix Axster (Köln), Maja Figge (Oldenburg), Silke Hackenesch (FU Berlin), Dr. Sigrid G. Köhler (Münster)
Friday, January 27
Conference Venue: Villa Graduate School of North American Studies, Seminar room, Lansstrasse 5-9, 14195 Berlin
2.00pm Coffee & Arrival
2.30pm Workshop Opening
Panel I: Chair Rebecca Brückmann
3.00-4.00pm
Dr. Sigrid G. Köhler: “Race, Self-Cultivation and Literary Genres – White Anthropological Knowledge around 1800”
Transfer to John F. Kennedy Institute, seminar room 340(next to the Villa)
4.00-4.30pm Coffee Break
4.30-5.30pm Panel I cont.
Felix Axster: “Working on Whiteness – Notions of Productivity in German Colonialsm and National Socialism”
5.30-7.00pm Keynote
Fatima El-Tayeb: “European Others. Whiteness and Racial Violence in Colorblind Europe”
7.30pm Dinner
Saturday, January 28
Conference Venue: Seminar room 340, John F. Kennedy Institute
9.00-10.30am Interacitve Multimedia Reading
Manuela Ritz: “Die Farbe meiner Haut”
10.30-11.00am Coffee Break
Panel II: Chair Tiffany Florvil
11.00-12.00pm
Maja Figge: “Racialized (Dis)continuities: Germanness between Whiteness und Becoming Black in 1950s West-German Cinema”
12.00-1.00pm
Silke Hackenesch: “’Such a chocolate cutie’: Exoticism, Racial Naming, and Resistance in German Popular Discourse“
1.00-2.30pm Lunch Break
2.30-4.00pm Keynote
Susan Arndt: “The Longevity of Whiteness and the Manner of
Critical whiteness Studies in Germany”
4.00-4.30pm Round Table/Closing Remarks
4.30-6.30pm Internal Meeting on Organizational Matters (for YSN Members)
Im Zentrum des dritten Arbeitstreffens steht die wissenschaftsgeschichtliche Fragestellung, welche historiographischen Referenzrahmen den Critical Whiteness Studies in den USA und der Kritischen Weißseinsforschung in Deutschland zugrunde liegen und wie sie auf die für Rassifizierungsprozesse fundamentalen historischen Epochen der Sklaverei und des Kolonialismus Bezug nehmen. Für sowohl die Critical Whiteness Studies als auch die deutsche Kritische Weißseinsforschung ist eine Auseinandersetzung mit Schwarzer diasporischer Wissensproduktion entscheidend, denn sie entwickelte - vertiefend seit Beginn der 1990er Jahre - den epistemologischen Referenzrahmen, mit dessen Hilfe Wissensquellen und erfahrungsgeschichtliche Dimensionen eröffnet werden konnten, denen in den gängigen Erinnerungsräumen/Archiven kein Platz eingeräumt wurde und die vor allem weiße Positionierungen innerhalb der rassistischen Matrix problematisieren. Diese intellektuellen und kulturellen Auseinandersetzungen sind von einem transatlantischen Dialog geprägt. Der Black Atlantic als eine Mehrdimensionalität und Transkulturalität einschließende Perspektive ermöglicht es, eine Vielzahl historischer und kultureller Verbindungslinien zwischen den Amerikas, Afrika und Europa zu erkunden, die eigene diasporische Verfasstheit zu überprüfen und spezifische Mechanismen weißer Vorherrschaft einer grundlegenden Kritik zu unterziehen. Dabei ist es unerlässlich, in einem historischen Rekurs zunächst zu der Etablierung rassistischen Wissens im Zuge der biologistischen Fundierung des ,Rasse'-Begriffs im ausgehenden 18. Jahrhundert zurück zukehren. In einem weiteren Schritt soll sich mit den Konstitutionsbedingungen von Weißsein im deutschen Kolonialismus befasst wer den. Schließlich setzt sich das Arbeitstreffen mit der spezifischen Situation in Deutschland nach 1945 als postkolonialer und postnationalsozialistischer Gesellschaft aus einander und diskutiert die Frage, wie sich postkoloniale Kritik auf Deutsch land übertragen lässt und wo es dabei zu historisch/medialen Überlagerungen und Verschiebungen kommt. Es werden Strategien der Sichtbarmachung und Markierung von nicht-weißen diskutiert und komparativ zum afrikanisch-amerikanischen Kontext analysiert.
For further information and conference registration, please contact the workshop organizers at bdg@uni-muenster.de. Should you need any assistance, please do not hesitate to contact us!
Felix Axster, Maja Figge, Silke Hackenesch, Sigrid Köhler
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