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Situiertes Wissen und regionale Epistemologie/ Savoir situé et épistémologie régionale
| Location: | Germany |
| Conference Date: | 2011-02-24 (Archive) |
| Date Submitted: |
2011-01-21 |
| Announcement ID: |
182318 |
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Das Konzept des situierten Wissens ist aus der direkten Auseinandersetzung mit der amerikanischen feministischen Wissenschaftskritik hervorgegangen und bezieht sich auf die Actor-Netzwerk-Theorie, den Pragmatismus, aber auch auf die Biopolitik von Michel Foucault. Die in Frankreich entstandene historische Epistemologie zielt nicht auf die Begründung und Fundierung des Wissens, sondern auf den Ausweis von dessen Geschichtlichkeit und untersucht, wie George Canguilhem, Lehrer und Zeitgenosse u. a. von Michel Foucault betont, ein spezielles, regionales Wissensfeld. Die Aktualität von Canguilhems Denken leitet sich aus der von ihm erstmals gestellten Frage her, wie das Leben zum Objekt des Wissens wird und wie sich darin das Verhältnis von Leben, Wissenschaft und Technik gestaltet. Canguilhem versteht diese Frage ebenso wie die US-amerikanische Wissenschaftstheoretikerin Donna J. Haraway als eine politische Frage und Epistemologie in bestimmter Weise als eine politische Praxis. Welche weiteren Verbindungen gibt es zwischen der regionalen Epistemologie und dem situierten Wissen? In der internationalen Tagung sollen beide Konzepte diskutiert werden, um zu einem besseren Verständnis der Unterschiede wie auch zu einer besseren Konturierung beizutragen.
Konzept und Organisation: Astrid Deuber-Mankowsky und Christoph Holzhey
Eine internationale Tagung des Institutes für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum und des ICI Kulturlabors Berlin gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Ort: ICI Berlin, Christinenstr. 18/19, Haus 8, D-10119 Berlin, U-Bhf Senefelder Platz (U2)
Tagungssprachen: Deutsch, Französisch, Englisch
Weitere Informationen auf: http://epistemologie-regionale.ici-berlin.org/
Programm
Donnerstag, 24. 2.
16.00 Accueil – Einführung
Astrid Deuber-Mankowsky / Christoph Holzhey
Historizität der Epistemologie: vie et région
16.30 Jean-François Braunstein (Paris I – Sorbonne): „Histoire du concept de région en épistémologie“
17.30 Maria Muhle (Bauhaus Universität Weimar)
: „Vom Vitalen zum Sozialen. Überlegungen zu einem politischen Wissen im Anschluss an Canguilhem“
18.30 Pause
19.00 Jean Claude Ameisen (Paris VII – Denis Diderot): „Nouvelles représentations de la vie en Biologie“
Freitag, 25. 2.
Pluristabilité, contextualité, objectivité: Medien der regionalen Epistemologie
09.30 Ali Benmaklouf (Université de Nice – Sophia Antipolis): „Les aventures du principe de contextualité: Frege et Wittgenstein“
10.30 Françoise Balibar (Paris VII – Denis Diderot): „L’objectivité: un concept en voie de disparition?“
11.30 Pause
12.00 Christoph Holzhey (ICI Berlin): „Multistable Figures of Life: Bio-Knowledges in Canguilhem and Haraway“
13.00 Mittagspause
Bio-techno-politique: Wissenschaft, Medientechnik und Leben
15.00 Marie-Luise Angerer (Kunsthochschule für Medien / Kunst- und Medienwissenschaften, Köln): „Eine Frage des Lebens. Medien zwischen Organismus und Maschine“
16.00 Giovanni Frazzetto (BIOS Centre, London School of Economics; ICI Berlin): „Situated Shifts in Biological Psychiatry: Crossroads of Vital and Social Measurements“
17.00 Pause
17.30 Astrid Deuber-Mankowsky (Ruhr-Universität Bochum): „Kritik des Anthropozentrismus und die Politik des Lebens bei Canguilhem und Haraway“
18.30 Henning Schmidgen (Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin): „Cyborg-Geschichte(n): Perspektiven und Probleme“
Samstag, 26. 2. 2011
Situiertes Wissen: pensée spéculative et cosmopolite
09.30 Didier Debaise (Université Bruxelles): „La pensée spéculative à l'épreuve du vivant“
10.30 Karin Harasser (Kunsthochschule für Medien / Kunst- und Medienwissenschaften, Köln): „Treue zum Problem. Situiertes Wissen als Kosmopolitik“
11.30 Pausev
Erkenntnistheorie, psychanalyse, épistémologie
12.00 Marcus Coelen (LMU München): „,Manipulsation‘ – Psychoanalytische Erkenntnis zwischen Triebbegriff und Greiftrieb“
13.00 Monique David-Ménard (Centre d’études du vivant, Paris VII – Denis Diderot): „Die Begrenzung der Wissensfelder bei Kant, Canguilhem und Foucault“
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