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Workshop: Orientalismen in Ostmitteleuropa. Wahrnehmung und Deutung der außereuropäischen Welt im langen 19. Jahrhundert
Veranstalter: Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropa e. V. (GWZO) Leipzig Projektgruppen »Ostmitteleuropa Transnational« und »Osmanischer Orient und Ostmitteleuropa« Leipzig
Datum, Ort: 17.09.2010-18.09.2010, GWZO Leipzig, Specks Hof, Aufgang A 4. Etage, Reichsstraße 4
Während sich im 19. Jahrhundert die Beziehungen zwischen »Europa« und »Außereuropa« intensivierten, ist ein Verschwinden Ostmitteleuropas aus diesen Verflechtungsgeschichten zu beobachten. Dennoch, so die These, war die Beschäftigung mit der außereuropäischen Welt auch für die Nationsbildungsprozesse der ostmitteleuropäischen Gesellschaften jener Zeit von Relevanz.
Vor diesem Hintergrund befasst sich der interdisziplinäre Workshop mit Orientalismen in Ostmitteleuropa. Gefragt wird nach Akteuren und ihren Handlungsfeldern, nach beteiligten Institutionen und thematischen Schwerpunkten sowie nach Motiven und deren Darstellung in der Literatur und den bildenden Künsten. Einen weiteren Themenkomplex bildet die Frage nach einem regionalspezifischen ostmitteleuropäischen Orientalismus. Aspekte, die darauf hinweisen, sind neben dem »Grenz-Orientalismus« auch Formen der Selbstorientalisierung sowie die Rolle des Orients in den jeweiligen nationalen Erinnerungskulturen.
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Freitag, 17. 09.2010
10:00–10:30 Robert Born / Sarah Lemmen (Leipzig):
Begrüßung und Einführung
Panel I Ostmitteleuropäische Orientalismen?
Annäherungen und Abgrenzungen | Approaches to East Central European Orientalisms
10:30–11:15 Johannes Feichtinger (Wien): Komplexer k. u. k.
Orientalismus: Akteure, Institutionen, Diskurse. Mögliche Zugänge für Österreich
11:15–12:00 Hana Navrátilová (Oxford / Prag): Orientalism in
fin de siècle Czech society
12:00–13.30 Mittagspause
13:30–14:15 Kerstin Jobst (Potsdam): Wo liegt das russische
Morgenland? Anmerkungen zum russischen Orient-Diskurs
14:15–15:15 Kommentar mit anschließender Diskussion
Andrea Polaschegg (Berlin): Vergleich mit deutschen bzw. westeuropäischen Orientalismen
15:15–15:30 Kaffeepause
Panel II Entwicklung der Orientalistik als Disziplin in Ostmitteleuropa | The Development of Oriental Studies in East Central Europe
15:30–16:15 Natalia Królikowska (Warschau): Unexpected Closeness. Poles and the Orient
16:15–17:00 Ibolya Gerelyes (Budapest): The Development of Oriental Studies in Hungary, with special Attention to Turcology
17:00–17:15 Kaffeepause
17:15–18:00 Robert Born (Leipzig): »Hochwacht an der Pforte des Orients«. Orient und Orientalismus in der Kunsthistoriographie in Österreich-Ungarn an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert
18:00–18:30 Abschlussdiskussion
Leitung Frank Hadler / Matthias Middell (Leipzig)
19:00–20:00 Cornelia Schnoy (Leipzig): Orientalische Spuren in Leipzig (Rundgang durch Leipzig mit Besichtigungen vor Ort)
Samstag, 18. 09.2010
Panel III Orientbilder und Orientalisierungen in Kunst und Literatur | Images of the Orient and Oriental Discourses in Art and Literature
9:30–10:15 Heinrich Kirschbaum (Passau): Eunuchen, Paschas, Janitscharen. Polnisch-russische reziproke (Selbst-)Orientalisierungen (1820er Jahre)
10:15–11:00 Sabine Jagodzinski (Leipzig): Ein polnischer Blick? Eduard Raczyńskis Perzeption des osmanischen Orients im Spiegel seines Reisetagebuchs (veröffentlicht 1821)
11:00–11:30 Kaffeepause
11:30–12:15 Heinke Fabritius (Leipzig): Der Türke auf der Burg: Bilder des Orients in der Malerei Böhmens, Ungarns und der Slowakei im späten 19. Jahrhundert
12:15–13:00 Mirt Komel (Ljubljana): Vladimir Bartol's novel »Alamut«: between contemporary reality and historical fiction
13:00–14:00 Abschlussdiskussion
Leitung Robert Born (Leipzig)
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