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exkursion 09 berlin
Architekturen des Gedenkens. Narrationen der Erinnerung im Postnazismus
Mittwoch 9. - Sonntag 13. Juli 2008
Ausstellungen, Museen, Gedenkstätten und Mahnmale, die sich mit der
Geschichte der Nazi-Verbrechen beschäftigen, stehen seit einigen
Jahren im Mittelpunkt zahlreicher Debatten. Mittlerweile gibt es
bereits eine Zeitgeschichte der Erinnerungsformen und Diskurse um
Repräsentation. Vor dem Hintergrund eines umkämpften Gedenkens in der
Gegenwart werden die Ansätze der Erinnerungsarbeit sowohl in ihren
kuratorischen Konzeptionen als auch in der Gestaltung und Vermittlung
immer differenzierter.
schnittpunkt ausstellungstheorie & praxis widmet sich in einer
fünftägigen Exkursion nach Berlin spezifischen Fragen der Erinnerung
an die NS-Geschichte: Mit welchen narrativen und gestalterischen
Mitteln wird in Ausstellungen und im öffentlichen Raum erinnert?
Welche Medien der Erinnerung, welche Formen der Inszenierung, der
Information und Dokumentation werden eingesetzt? Welche Auswirkungen
haben Fragen der Reklamation marginalisierter Erinnerung in der
Öffentlichkeit auf die Konzeption und Gestaltung von Orten der
Geschichtsvermittlung? Welche Herausforderungen stellen sich nach der
Wiedervereinigung für eine historische Reflexion von unterschiedlichen
Geschichtsbildern? Mit welchen Mitteln reflektieren Ausstellungen die
Geschichte der Erinnerung an die Shoah in der DDR und in der BRD? Wie
werden politische, gesellschaftliche und juristische Dimensionen von
Geschichte und Erinnerung sowie diskursive Kontinuitäten im
Postnazismus reflektiert? Was bedeutet die räumliche Repräsentation
von Verbrechen im Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit von
Information und Aktualisierung einerseits und den Problematiken,
Fallen und Unmöglichkeiten der Darstellung andererseits? Welcher
Bildungsanspruch kann mit der Erinnerung an Verbrechen gestellt werden?
Die Vernetzungsexkursion steht im Zeichen des Austausches mit
KuratorInnen und LeiterInnen der zahlreichen Institutionen im Raum
Berlin, die dem Thema gewidmet sind. In Vorträgen und Diskussionen
werden geschichtspolitische Kontexte und Strukturen von
Gedenkinstitutionen beleuchtet.
Konzeption und Organisation:
Renate Höllwart, Nora Sternfeld schnittpunkt (Wien)
in Zusammenarbeit mit Luisa Ziaja, Monika Sommer-Sieghart schnittpunkt
(Wien) und Susanne Hagemann (Berlin)
Die Teilnahmegebühr
Euro 350.- für schnitt. Mitglieder
Euro 400.- für Nicht-Mitglieder (inkl. Mitgliedschaft 2008)
Die TeilnehmerInnen einen Reader mit einer Sammlung relevanter Texte.
Nicht inkludiert sind Hotel, Anreise und Versicherung.
Es steht ein begrenztes TeilnehmerInnenkontingent zur Verfügung! Die
Anmeldungen werden nach Reihenfolge des Eintreffens unter info@schnitt.org
berücksichtigt.
Anmeldeschluss 15. Mai 2008
Nähere Informationen zum Programm sowie zu einer möglichen Unterkunft
und Anreise auf Anfrage.
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