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Schönheit als Handicap
Mit Sam Samore, Peter Geimer und Michael Lachmann
am Donnerstag, den 24. Februar 2005 von 19.00-22.00 Uhr
im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart
Aktionsraum
Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin Eintritt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro
Die Handicap-These von Amotz Zahavis stellt die Behauptung auf, daß die Entwicklung von Ornamenten ein einziger Fitness-Test ist. Spektakuläre Accessoires, üppige Haarpracht und aufregende Farben sind – nicht nur beim Menschen, sondern auch im Tierreich – oft hinderlich und lästig. Ihre Verwendung dient somit keiner Ökonomie, sondern ist eine Botschaft, in der über auffällige Signale Macht, Dominanz und Stärke vermittelt werden soll. Das Handicap ist damit keine lästige Begleiterscheinung des Ornaments, sondern umgekehrt: darum gibt es überhaupt das Ornament als Signal herausragender ‚fitness’. Die Veranstaltung fragt nach der kulturellen Bedeutung dieser biologischen Grundlagen. Lassen sich damit auch die Kreationen der Mode erklären? Und welche Rolle spielen diese für gesellschaftliche Prozesse?
Peter Geimer, Dr., Kunsthistoriker, lehrt derzeit an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich, Publikationen u.a.: Ordnungen der Sichtbarkeit. Fotografie in Wissenschaft, Kunst und Technologie, hg. (2001).
Michael Lachmann, Ph D, forscht zum Verhältnis von Evolution und Information am Max-Planck Institute for Mathematics in the Sciences in Leipzig, Publikationen u.a.: „Separating equilibria in continuous signalling games“, zus. mit C. T. Bergstrom, S. Számadó, in: Philosophical Transactions: Biological Sciences 357 (1427) (2002), „On the Dynamic Persistence of Cooperation: How Lower Fitness Induces Higher Survivability“, zus. Mit G. Sella, in: Journal of Theoretical Biology 206 (2000).
Sam Samore, Künstler aus New York, Samore fotografiert nicht selbst, sondern lässt fotografieren – sein Metier ist die ästhetische Verfremdung: So entstehen seltsam anmutende Ähnlichkeiten zwischen den Motiven und die Frage von Individualität und der Besonderheit des Moments, in dem die Fotos entstanden sind, Ausstellungen u.a.: Centre d’Art Contemporain, Tours (1999), Fictions, Centre National de la Photographie, Paris (1997), Allegories of Beauty (incomplete), daadgalerie, Berlin (1996).
"Schönheit als Handicap" ist eine Veranstaltung im Rahmen der
"WissensKünste III. Zwischen Evolution und Experiment. Schönheit in Kunst und Wissenschaft"
In Kooperation mit dem Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart und dem Haus der Kulturen der Welt.
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