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CFP (Vienna): Apocalypse Now?
| Location: | Austria |
| Call for Papers Deadline: | 2003-03-31 (Archive) |
| Date Submitted: |
2003-03-03 |
| Announcement ID: |
132940 |
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Call for Papers für das Panel
"Apocalypse Now? Eschatologische Tendenzen in der Gegenwartsliteratur"
im Rahmen der INST-Konferenz
"Das Verbindende der Kulturen", 7.- 9. November 2003 in Wien
Die apokalyptische Literatur war in der Antike ein beliebtes Genre, das besonders zwischen dem 2. Jahrhundert vor und dem 2. Jahrhundert nach Christus eine Blütezeit erlebte. Aber auch im 20. Jahrhundert und im neuen Millennium beschäftigen sich AutorInnen vermehrt mit einer - wie auch immer gearteten - Endzeit. Seit einigen Jahren wird beispielsweise die Bestsellerliste der New York Times von der Left-Behind -Bücherserie von Tim LaHaye und Jerry Jenkins angeführt. Diese triviale, für ein Millionenpublikum konzipierte Reihe bietet eine christlich-fundamentalistische Schau auf die letzten Tage der Menschheit. Die große Nachfrage an diesen Büchern zeigt, dass es nach wie vor ein reges Interesse an eschatologischen Büchern gibt.
Die intensive Auseinandersetzung mit der Apokalypse ist aber nicht bloß auf den amerikanischen Kulturraum beschränkt. In vielen Nationalliteraturen lässt sich dieser Trend beobachten. Von dem Russen Andrej Belyj, über den Briten Martin Amis, bis zum Italiener Guido Ceronetti reicht das breite Spektrum der SchriftstellerInnen, die Katastrophenstimmungen literarisch anspruchsvoller thematisiert haben. In jüngster Zeit haben sich auch ÖsterreicherInnen wie Elfriede Jelinek, Christoph Ransmayr oder Robert Menasse mit Apokalyptischen in ihren Büchern auseinander gesetzt.
In dieser (möglichst komparatistischen) Sektion sollen an einzelnen Beispielen die Gründe untersucht werden, warum diese Thematik besonders im vergangenen Jahrhundert und auch in der Gegenwartsliteratur eine solch große Rolle spielt. Wie, d.h. mit welchen poetologischen Mitteln, werden diese zumeist post-christlichen Apokalypsen in der jüngeren Literatur zur Sprache gebracht? Welche Metaphysik lässt sich davon ableiten? Welche Verbindungslinien zu anderen AutorInnen anderer Kulturen können gezogen werden? Welche kulturell-politischen Einflüsse kann man aus den jeweiligen Endzeitvisionen herausfiltern?
Analysen, die interdisziplinär verfahren, Ergebnisse der neueren Literatur- und Kulturtheorie berücksichtigen und/oder nicht-kanonische Texte heranziehen, sind besonders willkommen.
Die Deadline für ein- bis zweiseitige Abstracts (250 Wörter als Attachment) ist der 31. März 2003.
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