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mit grosser Freude moechten wir bekanntgeben, dass die Dependance des Archivs des New Yorker Leo Baeck Instituts am Juedischen Museum Berlin seit kurzem der Oeffentlichkeit zugaenglich ist.
Das Archiv des Leo Baeck Instituts besitzt die umfassendste Sammlung von Materialien zur Geschichte der Juden in Deutschland, Oesterreich und anderen deutschsprachigen Gebieten in Mitteleuropa waehrend der letzten 300 Jahre. Etwa eine Million Dokumente - Gemeindeakten, persoenliche Unterlagen, Briefwechsel sowie vielfaeltige Zeugnisse aus dem religioesen, sozialen, kulturellen, intellektuellen, politischen und wirtschaftlichen Leben - dokumentieren das ganze Spektrum deutsch-juedischer Existenz. Auch die einmalige Sammlung von mehr als 1200 seit 1790 verfassten Memoiren bietet Einblick in alle Lebensbereiche deutschsprachiger Juden.
In den kommenden Jahren werden fast die gesamten Bestaende des New Yorker Archivs – zumeist als Reproduktion - im Juedischen Museum Berlin zugaenglich sein. Zum Auftakt stehen ueber 1200 Mikrofilme zur Verfuegung, darunter eine Vielzahl der groessten und wichtigsten im LBI New York aufbewahrten Nachlaesse und die komplette Memoirensammlung. Auch die detaillierten Inventarlisten der in Berlin noch nicht vorhandenen Sammlungen sind auf Mikrofilm einzusehen, wodurch moegliche Forschungsreisen nach New York vorbereitet werden koennen. Die Fotodatenbank des LBI New York mit bisher 16.000 digitalisierten Abbildungen ist ebenfalls am Museum eingerichtet.
Die in Berlin befindlichen Bestaende sind im Online Master Katalog des LBI verzeichnet (www.lbi.org). Unser Lesesaal ist Montag bis Donnerstag von 10 bis 16 Uhr geoeffnet; eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich. Der Benutzungsantrag kann als PDF Datei ueber unsere Homepage ausgedruckt (www.jmberlin.de, Bitte waehlen Sie, Leo Baeck Institut) bzw. von uns angefordert werden.
Durch die Eroeffnung des Archivs des Leo Baeck Instituts in Berlin hoffen wir, Forschungen zu allen Aspekten deutsch-juedischer Geschichte und Kultur anzuregen und zu foerdern.
Mit freundlichen Gruessen
Aubrey Pomerance
Leiter des LBI Archivs am Juedischen Museum Berlin
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